Berichte

  Brückenhofmuseum

Samstag, 28. Oktober 2006
Besuch der Gedenkstätte in Bonn
Am 28. Oktober 2006 besuchte der Heimatverein Oberdollendorf und Römlinghoven e.V. die "Gedenkstätte für die Bonner Opfer des Natinalsozialismus". Mit großer Sachkenntnis und lebendig führte der Vorsitzende des Vereins, Dr. Manfred van Rey, durch die Ausstellung. Er betonte, dass inzwischen viele Klassen die Gedenkstätte besuchen und dabei besonders tief beeindruckt sind von den Schicksalen der damals gleichaltrigen Jungen und Mädchen.
Im Foyer erläuterte Dr. van Rey das Konzept der Gedenkstätte, das alle Opfer des Nationalsozialismus einschließt.
In beeindruckenden Worten schildert van Rey einige Einzelschicksale.
Eine Sammlung von Briefen erinnert an die Beueler Jüdin Ruth Herz, die mit 16 Jahren in Endenich interniert und später in Weißrussland ermordet wurde. In einer Hörstation kann man sich in ihr Schicksal hineinhören, hineinfühlen.
Die Installation aus schwarzen Holzrahmen enthält Namen und Fotos der bis jetzt bekannten Bonnerinnen und Bonner, die von den Nationalsozialisten ermordet wurden oder infolge verschiedener Maßnahmen der NS-Regierung starben. Gleichfalls aufgenommen wurden Personen, die von Bonn aus in den Tod geschickt wurden. Hier finden sich auch Oberdollendorfer, die vorübergehend in Bonn gewohnt haben.
Die Beuelerin Emilie Kober geb.Levy und Julius Erwin Levy. Sie gelten beide als "in Izbica verschollen". Der Ort Izbica liegt in Polen südöstlich von Lublin und war ein Durchgangslager in die KZ. Ihre Tochter Margot (Barnard) konnte nach England fliehen; sie ist eine Kusine des Oberdollendorfers Günther Steeg.
An einer Videostation kann man einige Aufzeichnungen von ehemaligen Bonner Juden verfolgen. Dr. van Rey zeigte Günther Steeg ein Video von seiner Kusine Margot Barnard geb. Kober.
 Das Schicksal des Günther Steeg
 Die Sonderausstellung "Jüdisches Leben..."
 Link zur Bonner Gedenkstätte